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Was sind psychische Ressourcen?

"Ressource heißt wörtlich übersetzt „zurück zur Quelle“.

Gemeint sind Quellen von positiven guten Erfahrungen. Diese entstehen, wenn unser Gehirn und Körper uns signalisieren, dass sich beide im Gleichgewicht und in Harmonie miteinander und der Umwelt befinden.

Dies geschieht auch durch den Abbau einer als unangenehm erlebten neuronalen Erregung, die ein mehr oder weniger starkes Bedürfnis zur Änderung und zu bestimmtem Verhalten darstellt, z. B. bei der Bewältigung eines Problems.

Im Gehirn wird diese Erfahrung von Wohlgefühl gespeichert, um für zukünftige ähnliche Situationen als Ressource, als mögliche Problemlösung zur Verfügung zu stehen. Dies bedeutet, dass der Kern jeder Ressource ein positives oder neutrales Körpergefühl ist."

zitiert nach Christine Rost, Ressourcenarbeit mit EMDR

 

Am Ende des Regenbogens

   Es war einmal ein alter Mann, der lebte allein im Wald und war sehr unglücklich. Jeden Tag saß er auf der Bank vor seinem Häuschen und starrte vor sich hin. Er hörte nicht, wie die Vögel sangen, er spürte den Wind nicht, der mit den Blättern der Bäume spielte, und er roch nicht den würzigen Tannenduft.

Den ganzen Tag lang dachte er immer nur an die eine Sache: Warum war die Prophezeiung der schönen Fee nicht in Erfüllung gegangen? Sie war, als er zur Welt kam, seiner Mutter erschienen und hatte ihr anvertraut, dass für ihn ein unermesslich großer Schatz bereit läge. Er würde den Schatz am Ende des Regenbogens Enden. Viele Jah­re seines Lebens hatte der Mann damit verbracht, diesen Schatz zu suchen. Und jetzt war er alt und müde, und er hatte ihn immer noch nicht gefunden.

So lebte er Tag um Tag dahin, bis plötzlich etwas ge­schah. Es hatte sehr lange geregnet, und dann war mit Macht die Sonne durchgebrochen, obwohl es noch leicht nieselte. Der alte Mann saß wieder mit gesenktem Kopf vor seiner Hütte und zertrat wütend eine kleine Blume, als sich unvermittelt das Licht veränderte. Und da sah er es.

Ein riesiger Regenbogen spannte sich über den Wald, in den schönsten Farben, so prächtig, wie er noch nie zu­vor einen gesehen hatte. Und das Ende des Regenbogens zeigte genau auf ihn.

Da kam ihm die Erleuchtung. Der Schatz am Ende des Regenbogens, das war er selber und jeder einzelne Augen­blick, den ihm das Leben schenkte.

Der alte Mann begann zu weinen. Er ging in seine Hüt­te und weinte drei Tag und drei Nächte lang.

Als er wieder heraustrat, holte er tief Luft und sah um sich. Er hörte, wie die Vögel sangen, er spürte den Wind, der mit den Blättern der Bäume spielte, er fühlte die Son­nenstrahlen auf seiner Haut, und er roch den würzigen Tannenduft.

Er sah zu Boden und bemerkte einen kleinen Käfer, der auf den Rücken gefallen war. Er bückte sich und drehte ihn behutsam um.

 

Quelle: Glück ist, was du daraus machst - Weisheitsgeschichten für alle Lebenslagen,

www.coppenrath.de

 

 Leben, als würde man sterben – eine kurze Zen-Geschichte

   Ein Mann war auf der Flucht von einem Tiger. Er lief, was das Zeug hielt, kam aber plötzlich an einen Abgrund, in den er auch gestürzt wäre, hätte er sich nicht noch im letzten Moment an einer Baumwurzel festhalten können.

Als er da so zwischen Himmel und Erde hing, erblickte er in der Tiefe des Abgrunds einen weiteren Tiger, der mit blutrünstigen Blicken auf sein Opfer lauerte. Sein Leben war also verwirkt.

Er sah keine Rettung. Abwechselnd schaute er von oben nach unten, von unten nach oben, schließlich auch nach der Seite. Da hing doch in Reichweite eine große, rote, reife Erdbeere. Trotz seiner Todesangst griff er mit der freien Hand danach und labte sich an dem köstlichen Aroma der Waldesfrucht. Noch nie hatte er so hingegeben etwas auf der Zunge zerdrückt – noch nie war er je so in der Gegenwart, hatt sich selbst und seine Angst vergessen. Ein Blitz am Himmel – und er erlangte die große Befreiung.

https://mymonk.de/leben-als-wuerde-man-sterben-eine-kurze-zen-geschichte/

 

Eine schöne Ergänzung zu dieser Geschichte findest du bei Ralf unter dem Link

 

http://www.zenpower.de/dieser-tiger-wird-dich-fressen/

 

 

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